Literatur – Ideal und Gesellschaft

Enquete zur Literaturvermittlung in Österreich

Im Herbst 2016 veranstalteten die Häuser der Literatur im Rahmen ihrer mitSprache in Wien eine zweitägige Enquete zur Literaturvermittlung.

Im Vorfeld wurden mehrere Umfragen unter Schreibenden, literaturvermittelnden Institutionen und dem Publikum in Auftrag gegeben, die im Rahmen der öffentlichen Tagung präsentiert wurden. Bis Mitte 2018 werden die Ergebnisse auf der mitSprache-Website veröffentlicht.

Der Enquete voran ging die Präsentation der gemeinsam herausgegebenen Anthologie „Zwischen Schreiben und Lesen“, die im Wiener Klever Verlag erschienen ist.

Auf Einladung der beteiligten Häuser der Literatur befassten sich elf österreichische Autorinnen und Autoren in mitunter sehr persönlichen Beiträgen mit dem Arbeitsfeld Literatur.

Die versammelten Essays und Prosatexte stammen von Wolfgang Bleier, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Ludwig Laher, Teresa Präauer, Martin Prinz, Gerhard Ruiss, Margit Schreiner, Michael Stavarić, Marlene Streeruwitz, Bernhard Strobel und Erika Wimmer.

Am Podium der Enquete diskutierten zu den Themenfeldern „Welche Literatur in welcher Gesellschaft?“, „Kulturpolitik, Literaturförderung“, „Literaturvermittlung“, „Jugend, Bildung, Schule“, „Medien“, „Publikum, Rezeption“, „Literatur  im Umbruch/Aufbruch“:

Sandra Csillag, György Dalos, Walter Grond,  Karin Haller, Jochen Jung, Andrea Karimé, Volker Kirchberg, Peter Klein, Erwin Krottenthaler, Doris Moser, Katharina Perschak, Michael Pilz, Stephan Porombka,  Gerhard Ruiss, Gesa Schneider, Margit Schreiner, Daniela Strigl, Brigitte Schwens-Harrant, Michael Wimmer.

Die Ergebnisse wurden am Ende der Enquete von Markus Köhle und Mieze Medusa künstlerisch aufbereitet und zusammengefasst.

 

 

Eröffnung der Enquete durch BM Thomas Drozda und Präsentation der Anthologie „Zwischen Schreiben und Lesen“ von Edith Bernhofer, Tomas Friedmann und Robert Huez.


Podiumsgespräch – „Welche Literatur in welcher Gesellschaft?“ – mit Sandra Csillag, György Dalos, Walter Grond, Margit Schreiner und Jochen Jung, moderiert von Kristina Pfoser.

Im Plenum und im Gespräch: Kristin Jenny, Barbara Mayer, Sabrina Hergovich, Ulrike Längle, Ursula Ebel, Regina Pintar, Peter Fuschelberger, Robert Huez und Kurt Neumann.

Podiumsgespräch – „Kulturpolitik, Literaturförderung“ – mit Daniel Terkl und Michael Wimmer, moderiert von Manfred Müller.

Beitrag Michael Wimmer (PDF)

Podiumsgespräch – „Literaturvermittlung“ – mit Manfred Müller, Stephan Porombka und Gesa Schneider, moderiert von Tomas Friedmann.

Podiumsgespräch –„Jugend, Bildung, Schule“ – mit Karin Haller, Andrea Karimé und Erwin Krottenthaler, moderiert von Gabriele Stöger.

Podiumsgespräch – „Medien“ – mit Peter Klein, Michael Pilz und Brigitte Schwens-Harrant, moderiert von Klaus Kastberger.

Podiumsgespräch – „Publikum, Rezeption“ – mit Volker Kirchberg, Doris Moser, Katharina Perschak und Regina Pintar, moderiert von Ursula Ebel.

Zusammenfassung und Publikumsreaktionen: Performance von Markus Köhle und Mieze Medusa, anmoderiert von Barbara Mayer.

Podiumsgespräch „Literatur im Umbruch/Aufbrüche“ mit Klaus Kastberger, Doris Moser, Gerhard Ruiss, Margit Schreiner, Daniela Strigl und Michael Wimmer, moderiert von Kristina Pfoser.

Fotos: mitSprache/Lukas Dostal

Henrike Blum
Reden zur Situation

10 österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller im öffentlichen Raum

Zehn österreichische SchriftstellerInnen erhielten 2011 den Auftrag, kritische Reden zur Situation auszuarbeiten und rund um den Nationalfeiertag 2012 an speziellen Orten in Österreich vorzutragen. Die Reden wurden medial begleitet, filmisch aufgezeichnet und via Internet (Blog in|ad|ae|qu|at von Christiane Zintzen) und DVD verbreitet.

Das Konzept und das Booklet für die DVD stammen von Christiane Zintzen.

Die Themen spannten sich von Justiz, Politik und Migration über lokale Missstände und Sport bis hin zu Fragen der Poetik. Dieses breite Spektrum spiegelte sich in den gewählten Schauplätzen, an denen die Reden in acht Bundesländern gehalten wurden: u.a. am Wiener Stephansdom und im Café des Mattersburgers Fußballstadions.

Die AutorInnen und ihre Reden – per Video aufgezeichnet und dokumentiert:

Sabine Gruber, Bodo Hell, Barbara Hundegger, Ludwig Laher, Richard Obermayr, Stefan Schmitzer, Margit Schreiner, Vladimir Vertlieb, Josef Winkler und Peter Waterhouse.

Henrike Blum
mitSprache unterwegs

Literarische Reportagen nach Joseph Roth

Die AutorInnen Christoph W. Bauer, Clemens Berger, Anna Kim, Radek Knapp, Lydia Mischkulnig, Martin Pollack, Doron Rabinovici, Peter Rosei und Sabine Scholl wurden 2010 im Rahmen des Projekts „mitSprache unterwegs“ beauftragt, sich reisend und schreibend mit der literarischen Gattung der Reportage auseinanderzusetzen.

Als ideeller Bezugspunkt dieses Projekts diente der Schriftsteller und Journalist Joseph Roth (1894 – 1939) mit seinen wechselnden Schreiborten (u.a. Galizien, Berlin, Wien und Paris) und Themen (z.B. Migration, Leben in Vorstädten, Minderheiten, technischer Fortschritt und Industrialisierung).

Die Reisen wurden von Christiane Zintzens Blog in|ad|ae|qu|at begleitet. Im Anschluss wurden die Beiträge und Reportagen der AutorInnen gesammelt und erschienen mit einem Vorwort von Ilija Trojanow unter dem Titel „mitSprache unterwegs. Literarische Reportagen“ in der Wiener Edition Atelier. Die Buchpräsentation fand im RadioKulturHaus in Wien statt und war der Auftakt zu einer landesweiten Österreich-Lesetour.

Henrike Blum
Literatur und Medien

Im Jahr 2007 fand an einem ausgerufenen Aktionstag in allen Häusern der Literatur, die zu diesem Zeitpunkt an mitSprache beteiligt waren, gemeinsam initiierte Veranstaltungen zum übergeordneten Thema „Literatur und Medien“ statt.

„Das kann ich auch! Literaturkritik im Zeitalter des Internets“ (Innsbruck), „Die Literatur und ihre Öffentlichkeit“ (Wien) und „Geschichte oder Story. Qualitäten des Erzählens“ (Graz) waren u. a. Gegenstand öffentlicher Vorträge und Gespräche, die geladene AutorInnen und LiteraturvermittlerInnen auf Einladung der Häuser miteinander führten.

 

Henrike Blum