Rückblick

2015


2012

Reden zur Situation

Reden von Bodo Hell, Sabine Gruber, Richard Obermayr, Stefan Schmitzer, Josef Winkler, Margit Schreiner, Ludwig Laher, Peter Waterhouse, Vladimir Vertlieb und Barbara Hundegger.

Die Reden wurden filmisch dokumentiert und sind als DVD im Wiener Klever-Verlag erschienen.


2010

mitSprache unterwegs – Literarische Reportagen nach Joseph Roth

Neun österreichische Autorinnen und Autoren waren im Rahmen des aktuellen Projekts „mitSprache unterwegs“ beauftragt, sich schreibend und reisend mit der literarischen Gattung der Reportage auseinanderzusetzen. Als ideeller Bezugspunkt dieses Projekts diente Joseph Roth mit seinen wechselnden Schreiborten (z. B. Galizien, Berlin, Wien, Paris) und Themen (z.B. Migration, Leben in Vorstädten, Minderheiten, technischer Fortschritt und Industrialisierung).

Die Texte wurden in der Wiener Editon Atelier herausgegeben:

Manfred Müller; Kurt Neumann (Hg.): mitSprache unterwegs. Literarische Reportagen. Wien: Edition Atelier 2010.

„[…] Invasionen des Privaten ist ein sehr persönlicher, weit ins Allgemeine weisender Essay, der in einer Kurzfassung auch im – ebenfalls sehr lesenswerten – von Kurt Neumann und Manfred Müller herausgegebenen Band mitSprache unterwegs. Literarische Reportagen (mit Beiträgen von u. a. Martin Pollack und Doron Rabinovici) zu lesen ist.“ – Stefan Gmünder, Der Standard


2007

Literatur und Medien


2005

Auszeichnung für literarische Gedankenblitze im aufgezogenen Jubelgewölk an Bettina Balàka und Franz Schuh

Ergänzend zur offiziell organisierten Republikschau stiften 11 österreichische Literatur- und literarische Veranstaltungshäuser einmalig eine mit 5002 Euro dotierte Auszeichnung. Prämiert werden im Jahr 2005 veröffentlichte literarische Arbeiten, die sich mit der Feier oder "Selbstfeier" der Republik Österreich auseinandersetzen.

KLAUS AMANN (Universität Klagenfurt): Zusammenfassung literarischer Publikationen zum Feierjahr 2005, Laudatio
Lesung der PreisträgerInnen BETTINA BALÀKA und FRANZ SCHUH
Moderation WOLFGANG WEISGRAM (Der Standard)
Ehrenschutz: Landeshauptmann Dr. Hans Niessl

Ort: Literaturhaus Mattersburg, Kulturzentrum, Wulkalände 2
Bei Interesse an einem Bustransfer Wien-Mattersburg-Wien
bitte um Anmeldung bis 23.11.: Tel. 01-526 20 44-21

Veranstaltet von Literaturhaus Mattersburg, Robert Musil-Institut, Unabhängiges Literaturhaus NÖ, OÖ Literaturhaus im StifterHaus, Literaturhaus Salzburg, Literaturhaus Graz, Literaturhaus am Inn, Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek, Literarisches Quartier Alte Schmiede, Literaturhaus und Österreichische Gesellschaft für Literatur


2004

Literatur und Demokratie

Vorwort von Kurt Neumann

Orientiert an den Pionierleistungen des forum stadtpark in Graz und der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in Wien hat sich während der letzten Jahrzehnte ein differenziertes Spektrum von literarischen Veranstaltungseinrichtungen in Österreich entwickelt. Verschiedenartige Verbindungen zu Forschungseinrichtungen von Universitäten, zur Kunstsektion der Republik, zu Kulturabteilungen von Bundesländern und Städten bringen unterschiedliche Zielsetzungen mit sich. All diese Häuser der Literatur und der schriftstellerischen Begegnung verbindet aber vor allem eine große, gemeinsame Aufgabe: konkrete Orte des Öffentlichen für die zeitgenössischen österreichischen Autorinnen und Autoren zu bilden und dabei den in der Verfassung verankerten Anspruch der Freiheit der Kunst im Bereich der literarischen Künste mit Leben zu erfüllen.

Literarisches Arbeiten unterliegt zu jeder Zeit vielfachen Einschränkungsversuchen: Die zunehmende Orientierung an der Verkäuflichkeit literarischer Werke, der mediale Zwang zur verkürzenden, plakativen Aussage, die wachsende Bevorzugung anderweitiger Rechtsansprüche engen gegenwärtig den Entfaltungsraum des Freien Wortes empfindlich ein. Damit sind Tendenzen wirksam, die öffentliche und gemeinschaftliche Verantwortung für die Festigung des Freien Literarischen Wortes als Aufklärungs- und Erkenntnismittel in Vergessenheit geraten zu lassen.

Elf literarische Einrichtungen Österreichs haben in Vorbereitungstreffen in den Literaturhäusern Graz, Salzburg und Wien eine Programmidee der Kolleginnen vom Innsbrucker Literaturhaus am Inn aufgegriffen und zu einer gemeinsamen Form gebracht: In allen neun Bundesländern stellt die Veranstaltungsreihe mitSprache: literatur und demokratie, die ohne die kreativen und grenzüberschreitenden Arbeiten unserer Autorinnen und Autoren gar nicht denkbar wäre, unter Beweis, daß diese Institutionen in der Lage und willens sind, den notwendigen Entfaltungsraum der Vorstellungskraft, der Erforschung und Interpretation, der künstlerischen Formgebung und Bearbeitung der Phänomene der Lebenswelt, zu gewährleisten.

Die Reihe soll den Menschen in unserer Republik auch zeigen, was auf dem Spiel steht, wenn die Erhaltung und Pflege dieses gemeinsamen Gestaltungsraums aus vordergründig pragmatischen und hintergründig ideologischen Argumenten in Frage gestellt wird.

Kurt Neumann